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Fensterbauer setzen mehr auf Qualität statt Innovation

Der Beschlaghersteller Winkhaus hat gemeinsam mit Heinze 100 Fensterbauunternehmen und knapp 140 Architektur- und Planungsbüros zu ihren Anforderungen und Zukunftsthemen rund um die Fenstertechnik befragt. Das Ergebnis: Produktqualität ist das wichtigste Auswahlkriterium für die Fenstertechnik – bei 71 % der Fensterbauer und sogar 82 % der Architekten und Planenden.

Komplexer Arbeitsalltag verstärkt Wunsch nach Verlässlichkeit

Beide Zielgruppen erleben einen zunehmend komplexeren Arbeitsalltag, reagieren aber unterschiedlich darauf. Fensterbauer konzentrieren sich auf die Anforderungen des täglichen Projektgeschäfts wie Montage, Abläufe und Lieferfähigkeit. Planende und Architekten denken hingegen stärker aus der Perspektive des Gesamtsystems und setzen auf Planungssicherheit sowie technische Integration.

Bürokratie und Fachkräftemangel belasten rund die Hälfte der Fensterbauer. Hinzu kommen lange oder unsichere Lieferzeiten, die den Zeitdruck zusätzlich erhöhen – bei etwa einem Drittel der Betriebe ist er gestiegen. Bei Planenden dominiert der Kosten- und Zeitdruck: Für rund zwei Drittel ist dies ein entscheidender Faktor.

Reklamationen bremsen Prozesse aus

Im Projektalltag der Fensterbauer zeigt sich, wo fehlende Qualität Prozesse ausbremst. Ein Viertel berichtet von häufigen oder gelegentlichen Reklamationen. Hauptursache ist die Produktqualität – mit einigem Abstand folgen Montagefehler sowie Termin- und Lieferprobleme.

Architekten und Planende legen bei Fensterbeschlägen vor allem Wert auf Bedienkomfort und Funktionalität, rund die Hälfte achtet auf Langlebigkeit und Lebensdauer – Aspekte, die unmittelbar auf die Produktqualität einzahlen.

Service wird wichtiger als Produktneuheiten

„Für uns sind die Ergebnisse ein wichtiger Impuls, unsere Lösungen noch konsequenter an den tatsächlichen Bedürfnissen der Praxis auszurichten", so Alfred Dinkelborg, Leiter Produktmanagement bei Winkhaus. Damit rücken nicht ausschließlich Produktneuheiten in den Vordergrund, sondern Ansätze, die Abläufe vereinfachen und zuverlässig funktionieren.

Die Studie zeigt auch: Unterstützung im Alltag wird wichtiger. Fensterbauer setzen auf schnelle Informationen und einen persönlichen Ansprechpartner. Planende und Architekten benötigen vor allem technischen Support und Beratung.

„Verlässlichkeit geht weit über das Produkt hinaus. Genau hier sehen wir unsere Aufgabe: die Branche mit qualitativ hochwertigen Produkten und Know-how zu unterstützen", meint Alfred Dinkelborg.

Nachhaltigkeit: Strategischer Treiber versus Marktnachfrage

Das Thema Nachhaltigkeit wird unterschiedlich interpretiert: Für 39 % der Architekten und Planenden steht es als strategischer Zukunftstreiber im Kontext von CO₂-Bilanz und ganzheitlichen Konzepten wie zirkulärem Bauen. Insgesamt 59 % der Fensterbauer sehen eine steigende Nachfrage nach nachhaltigen und energieeffizienten Lösungen.

Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen: Verlässlichkeit wird zum entscheidenden Maßstab in der Fenstertechnik. Sie entsteht im Zusammenspiel von Produkt, Prozessen und Partnerschaft. Am Ende entscheidet, wie gut sich Lösungen im Alltag bewähren.