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Grupa Kęty (aluprof) greift nach italienischem Aluminium-Riesen Metra

Die polnische Grupa Kęty S.A. hat eine bedingte Vereinbarung zur Übernahme von 100 % der Anteile an Fengari Holdings I B.V. unterzeichnet, dem Eigentümer der Metra-Gruppe. Die Transaktion ist, wie es auf der Internetseite heißt, ein Schlüsselschritt in der Umsetzung der Entwicklungsstrategie von Grupa Kęty und stärkt deren Ambitionen, eine der führenden internationalen Gruppen im Aluminiumsektor aufzubauen.

Die Metra-Gruppe, zu der die italienische Metra – Metallurgica Trafilati Alluminio S.p.A. mit Sitz in Rodengo-Saiano gehört, betreibt neun Produktionswerke in Italien, den USA und Kanada und beschäftigt fast 1.400 Menschen. Die Gesamtkapazität für das Strangpressen von Aluminiumprofilen beträgt etwa 145.000 Tonnen pro Jahr, davon rund 35 % in Europa.

Die Metra-Gruppe ist ein global agierender, vertikal integrierter Hersteller von Aluminiumprofilen, einschließlich Lösungen für den Bahnsektor und Architektursysteme, sowie Anbieter von Dienstleistungen mit hoher Wertschöpfung wie Lackierung, Eloxierung, mechanische Bearbeitung und Schweißen. Der Umsatz der Metra-Gruppe wird für 2026 auf etwa 600 Millionen Euro geschätzt, das Ebitda ohne einmalige Ereignisse und Transaktionskosten auf rund 90 Millionen Euro.

Aluprof als wichtiger Baustein der Übernahme-Strategie

Grupa Kęty ist ein börsennotierter polnischer Konzern mit mehreren Marken, zu denen unter anderem der bekannte Fenstersystem-Hersteller Aluprof, der Verpackungsspezialist Alupol Packaging und das Unternehmen Selt gehören. Besonders Aluprof als einer der führenden europäischen Anbieter von Aluminium-Fenstersystemen könnte von der Metra-Übernahme profitieren – sowohl durch erweiterte Produktionskapazitäten als auch durch den Zugang zu neuen Märkten.

Die geplante Übernahme entspricht der langfristigen Entwicklungsstrategie von Grupa Kęty, die den Ausbau einer international operierenden Organisation mit starker Position in Europa, insbesondere in der Bau- und Industriebranche, vorsieht. Die Transaktion eröffnet auch neue Expansionsmöglichkeiten in Nordamerika, wo 45 % der Einnahmen der Metra-Gruppe entstehen.

Aus strategischer Sicht soll die Transaktion die Position von Grupa Kęty auf dem europäischen Markt erheblich stärken und Zugang zu Spezialwissen und Kompetenzen in hochmargigen Segmenten verschaffen, einschließlich Bahnprodukten sowie neuen Vertriebskanälen auf dem italienischen Markt. Zudem soll sie die internationale Position von Metra auf dem Architekturmarkt nutzen und den Betriebsumfang in Nordamerika erweitern.

"Wir schätzen die Entwicklung der Metra-Gruppe in den letzten Jahren und die Ergebnisse der von KPS Capital Partners in Zusammenarbeit mit dem Metra-Management umgesetzten Maßnahmen sehr. Das Unternehmen hat seine Position als internationaler Anbieter von Lösungen höchster Qualität beim Aluminiumstrangpressen erfolgreich gestärkt und dabei fortschrittliches Engineering-Know-how mit Betriebs- und Fertigungskompetenzen sowie Erfahrung in der Belieferung anspruchsvoller und schnell wachsender Marktsegmente kombiniert", betont Roman Przybylski, CEO der Grupa Kęty S.A. "Wir glauben, dass die Fusion des Potenzials beider Organisationen ein neues Kapitel in der Entwicklung des Unternehmens aufschlagen und zusätzliche Möglichkeiten schaffen wird, Wert für Kunden, Mitarbeiter, Aktionäre und Geschäftspartner zu schaffen."

Kaufpreis von bis zu 450 Millionen Euro

Der Kaufpreis wurde auf Basis einer Unternehmensbewertung von 645 Mio. Euro ermittelt, abzüglich Bankschulden und anderer Schuldpositionen zum Stichtag 31. März 2026.  Der Abschluss der Transaktion hängt von der Erfüllung üblicher Vorbedingungen ab, einschließlich der Einholung erforderlicher kartell- und aufsichtsrechtlicher Genehmigungen. Grupa Kęty plant, die Transaktion aus Bankkrediten und Eigenmitteln zu finanzieren. Zu diesem Zweck schloss das Unternehmen am 14. September 2026 einen Terminkreditvertrag über maximal zwei Milliarden Złoty mit der Bank Polska Kasa Opieki S.A. ab.

Nach aktueller Einschätzung des Vorstands wird die Transaktion keine wesentlichen Auswirkungen auf die geltende Dividendenpolitik haben.