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Wertstoff Altfenster

VFF meldet Durchbruch bei Verwertungsquoten

Die deutsche Fensterbranche hat 2024 fast 90 % aller ausgebauten Kunststofffenster recycelt – das entspricht 2,5 Mio. Einheiten. Beim Aluminium-Recycling wurden durch die Wiederverwertung von 60 % der Bauschrotte rund 400.000 Tonnen CO2 eingespart. Immerhin: Jedes fünfte Fenster in Deutschland besteht heute im Kern aus recyceltem Material – Tendenz steigend.

VFF-Geschäftsführer Frank Lange erklärt: „Fenster eignen sich ideal für die Kreislaufwirtschaft. Sie können leicht ausgebaut werden und jedes Material kann auf seine Weise wiederverwendet werden. Damit ist das Fenster-Recycling nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll.“

PVC: Siebenmal wieder ­verwendbar

Fast jedes zweite Fenster in Deutschland besteht aus PVC. Die Recycling-Initiative Rewindo betreibt über 100 Sammelstellen, an denen auch Privatpersonen kleine Mengen abgeben können. In den Fachbetrieben werden die entglasten Fenster zerkleinert, gereinigt und zu hochwertigem PVC-Granulat weiterverarbeitet, das mindestens siebenmal wiederverwendet werden kann. Das Ergebnis: Seit dem Aufbau des Recyclingnetzes vor 23 Jahren besteht heute jedes fünfte Fenster in Deutschland im Kern aus Rezyklat.

Aluminium spart 400.000 Tonnen CO2

Beim Aluminium-Recycling ist die Umweltbilanz besonders beeindruckend: Recyceltes Aluminium verbraucht 95 % weniger Energie als die Primärproduktion. Die Initiative A/U/F e. V. organisiert seit über 30 Jahren mit 250 Partnerbetrieben die Rücknahme von Aluminium-Elementen.

2024 wurden nahezu 60 % der Aluminiumschrotte aus dem Bausektor im Recyclingkreislauf aufgefangen – dadurch konnten rund 400.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Nach der Abholung wird das Aluminium sortiert, zerkleinert und zu neuen Rohlingen gegossen.

Holz: Energetische ­Verwertung

Holzfenster müssen bislang über Wertstoffhöfe entsorgt werden, da viele Holzschutzmittel enthalten. Dort werden sie als CO₂-neutraler Brennstoff in Biomasseanlagen verwertet, während Glas und Beschläge separat recycelt werden.

Die Forschung arbeitet jedoch an neuen Wegen für einen Stoffkreislauf – beispielsweise bei Parkettböden oder Sonnenschutzsystemen. Mit umweltfreundlichen Holzschutzmitteln könnte eine stoffliche Kreislaufführung bald Realität werden. Der VFF sieht in den Gebäuden einen „wahren Rohstoffschatz“ und will die Kreislaufsysteme ­kontnuierlich ausbauen.

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