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Working-Process überzeugt

Wirtschaftlicher als zwei Einzelanlagen

GW – Herr Rihl, Sie haben die Anlage bei Dandl konzipiert. Wie kam es zur Zusammenarbeit?

Oliver Rihl – Dandl suchte das ideale Anlagenkonzept für die neue Produktionshalle. Die Herausforderung: eine Anlage, die produktiver als übliche „CNC-Zellen“ ist, aber höchste Flexibilität bietet. Bei der Recherche und Entwicklung einer zukunftsfähigen Fensterproduktion stoßen Kunden heute fast zwangsläufig auf Working Process.

GW – Realisiert wurde eine ‚TwOne‘. Was ist das Anlagenkonzept?

Rihl – Anlagen mit nur einer Spannlinie haben Leistungsgrenzen. Pro Teil sind 2 Enden, 2 Längsprofile und Zusatzbearbeitungen zu erledigen – da ist eine Minute schnell vergangen. Die naheliegende Lösung wären 2 Maschinen. Wirtschaftlicher ist aber der Parallelbetrieb auf ­mehreren unabhängigen Spannlinien in einer Anlage, ein Konzept das WP schon bei den Heroes-Hochleistungsanlagen erfolgreich umsetzt. So entstand die Idee zur ­Logos TwOne. Die Anlage verdoppelt Teileaufspannung und Bearbeitung, teilt sich aber Beladeautomatisierung, Rohteillagerung, Fertigteilausgabe, ­Werkzeuge, Werkzeugwaschanlage, Steuerung, Absaugung sowie Pneumatik. Das macht sie so wirtschaftlich. Die Übergabe erfolgt mit dem WP-typischen Manipulator. Alle Zusatzbearbeitungen können in beiden Stationen erledigt ­werden.

GW – Warum keine rahmenweise Fertigung?

Rihl – Rahmenweise Produktion bedeutet weniger Produktivität, mehr Werkzeugwechsel und schlechtere Aufspannlängen-Ausnutzung. Die Logos TwOne spannt bis zu 10 Teile aus verschiedenen Rahmen auf – quasi im Umkehrprozess einer Optimierungskappsäge. 6 lfm Profil an 10 Teilen schaffen wir mit 18 m/min Vorschub in etwa 20 Sec. Das schafft Reserven für Bohrungen und Fräsungen. Mit rahmenweiser Fertigung funktioniert das nicht.

GW – Was steckt sonst noch in der Anlage?

Rihl – WP hat Anlagen mit wichtigen Zusatzfunktionen ergänzt: Zum Beispiel reinigt die integrierte Werkzeugwaschanlage diese nach vorgegebenen Einsatzzeiten. Das verbessert den Rundlauf und erhöht die Lebensdauer der Werkzeuge und Frässpindeln. Auch notwendige Messerwechsel werden ­signalisiert, wenn die vorgegebenen Laufmeter abgearbeitet sind. Die großzügigen Lagerzonen, das intelligente Multi-Level-Magazin (IMML) am Eingang der Linie ermöglicht es hingegen, einzelne Teile der Beladelinie in Ruhe zu warten, während die Anlage ununterbrochen weiterproduziert. Aufträge können unabhängig von der Produktionsreihenfolge querschnittsoptimiert eingehobelt und eingelagert werden.

GW – Was gab den Ausschlag zugunsten von WP?

Rihl – Es ist uns gelungen, die Kundenanforderungen genau zu verstehen und ein maßgeschneidertes Konzept zu entwickeln. Darüber hinaus hat die Chemie vom ersten Augenblick an gestimmt. Die Kompetenz der im Projekt involvierten Mitarbeiter war herausragend.

GW – Und wie fällt Ihr Fazit zum Projekt aus?

Rihl – Wir haben hier ein Vorzeige-Projekt installiert und Fa. Dandl ist zu einem sehr geschätzten und wertvollen Partner für WP geworden. Der schönste Beweis ist, dass Dandl nur 1 Jahr nach der Inbetriebnahme der großen Fensteranlage in eine weitere WP-Maschine in der Türenfertigung investiert hat.

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