„Die Präzision beim Auftrag ist gigantisch. Wie der Super Spacer millimetergenau und immer parallel zur Glaskante läuft, ist für mich einzigartig. Der neue Applikator ist wirklich eine tolle Sache", freut sich Firmengründer Josef Gasperlmair.
Seit 1975, als der Isolierglashersteller aus Wagrain in seine erste Glaswaschmaschine von Lisec investierte, arbeitet Gasperlmair mit dem österreichischen Maschinen- und Anlagenbauer Lisec zusammen und ist auch regelmäßig ein Pilotanwender bei der Einführung neuer Anlagen.
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Das Super-Spacer-Abstandhaltersystem von Edgetech ist auf zwei der fünf Isolierglaslinien von Gasperlmair im Einsatz. Entsprechend viel Praxiserfahrung floss in die Auslegung der neuen Linie von Lisec ein, wie die Beteiligten unterstreichen.
Präzisere Applikation und konstanter Butylauftrag
„Flexible Spacer spielen ihre Stärken besonders bei großen Fassadenelementen, hohen optischen Anforderungen und Konstruktionen mit erhöhter Eigenstabilität aus. Entscheidend war für uns daher, diese Vorteile prozesssicher in die Fertigung zu übertragen: mit einer präziseren Applikation, einem konstanten Butylauftrag, einfacheren Umrüstungen und mehr Flexibilität bei unterschiedlichen Spacer-Typen", sagt Albert Haider, Produktmanager bei Lisec.
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Das modular aufgebaute Magazin hält bei Gasperlmair sechs Rollen Super Spacer vor, im Maximalausbau sind acht möglich. Unter kontrollierten klimatischen Bedingungen bleiben die Materialeigenschaften bis zur Verarbeitung konstant.
Zwei unterschiedliche Spacerbreiten können gleichzeitig bis zum Applizierkopf geführt werden, was insbesondere bei 3-fach-Isolierglas mit unterschiedlichen Scheibenzwischenräumen (SZR) die Wechselzeiten verkürzt.
Je größer und schwerer die Glasformate, desto anspruchsvoller wird es, den Abstandhalter über die gesamte Länge parallel zur Glaskante zu führen. Genau hier setzt der neue Applikator an. Ein Raupenvorschub übernimmt den kontrollierten Transport des flexiblen Spacers, Längenausgleiche unterstützen die exakte Positionierung auch bei hohen Taktgeschwindigkeiten.
Neu gelöst wurde der Auftrag der Primärdichtung: Eine Zahnradpumpe fördert das Butyl und dosiert es volumetrisch, sodass auch beim Starten und Stoppen eine gleichmäßige Butylraupe entsteht. Die überarbeitete Stanztechnik sorgt für präzise ausgebildete Ecken, ein stufenlos verstellbares Stanzmesser ermöglicht zudem unterschiedliche Winkel für Sonderformen.
Für Structural Glazing und große Formate konzipiert
Auf der neuen Linie verarbeitet Gasperlmair den Super Spacer T-Spacer SG mit 7,3 mm Bauhöhe in Breiten von 8 bis 24 mm. Quanex Edgetech hat diesen Abstandhalter speziell für Structural Glazing und XXL-Isolierglas entwickelt.
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An den Seiten steht mehr Fläche für den PIB-Auftrag zur Verfügung, der beim Structural Glazing für die Gasdichtheit des Randverbunds relevant ist. Die Geometrie der SG-Variante unterstützt die präzise automatische Applikation auch bei großen Mehrscheiben-Isolierglaseinheiten.
Die Linie ist für Glasformate bis 4000 x 2700 mm, Glasdicken bis 32 mm und Isolierglaselemente bis 100 mm Dicke konzipiert. Neben Rechtecken können mit Super Spacer auch Sonderformen und dreiseitige Stufenelemente gefertigt werden.
Besonderes Augenmerk galt der Frage, wie der Abstandhalter am Start-Stopp-Punkt zuverlässig verschlossen werden kann. Durch den Trennschnitt wird dort auch die werkseitige Barrierefolie des Super Spacer unterbrochen. Die überarbeitete Eckenverschlusseinheit RTV-A-SC versiegelt die Nahtstelle automatisch mit einem Butyl-Klebeband.
„Beim Randverbund kommt es auf absolute Dichtheit und Langlebigkeit an. Und da darf auch die Stoßfuge keine Schwachstelle sein. Mit diesem kleinen Kniff stellen wir sicher, dass sie gas- und dampfdiffusionsdicht bleibt", erläutert Josef Gasperlmair.
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