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GlasLotsen: Erfolgreiche Tagung in Memmingen

Zum Auftakt gab Jürgen Reisländer, einer der Mitinitiatoren der Plattform GlasLotsen, einen Überblick über die bisherigen Architekten-Weiterbildungen an den Architektenkammern. Die Resonanz unter den teilnehmenden Architekten sei durchweg positiv, erste Anfragen und kleinere Aufträge sind aus den Veranstaltungen hervorgegangen. Weitere Weiterbildungsveranstaltungen sind geplant, u.a. an der TU Darmstadt, beim BDIA in Berlin sowie in München.

Aktuell baut zudem ein Team der TU Darmstadt einen neuen Schwerpunkt zur Vermeidung von Baumängeln im Glasbau auf, der auf der Website der GlasLotsen zu finden sein wird.

Neu in der Gruppe begrüßt Jürgen Reisländer mehrere Unternehmen aus den Bereichen Glasbau und Kunststoffverarbeitung: Nun sind mit dabei GlasKeil-Glasbau und Glas Keil-Kunststoffe sowie die Firma Abel.

Projekt Glashaus 

Ein spannendes Thema der Tagung war das Projekt Glashaus, das Ende April mit einem Kreis aus Wissenschaftlern und Industriepartnern offiziell gestartet wurde. Beteiligt sind Vertreter mehrerer Hochschulen, darunter die TU Dresden, die TU Darmstadt, die TH Köln und die Hochschule München, sowie Hersteller wie Fineo by AGC und die Firma Bau Fritz für den Bereich Holzbauweise. Im Projekt soll die Zukunft des Glasbaus untersucht werden, unter Einbindung von Entwürfen von Studierende der betieligten Hochschulen (Projektleitung Prof. Rudolf Schricker).

Bis September 2026 soll ein erstes Konzept stehen, studentische Entwürfe werden ab dem Sommersemester 2027 erwartet. Die Realisierung des Glashauses ist für 2028/2029 vorgesehen.

Fachvorträge zu Energie, Luftqualität und Psychologie

Das Vortragsprogramm spannte einen breiten Bogen. Vertreter der TU Dresden gaben einen Ausblick auf künftige Entwicklungen im Glasbau.

Jan Peters von der Glasmalerei Peters aus Paderborn präsentierte Projekte im Bereich Farbglas. Und Stephan Heiler, Geschäftsführer von Heiler Glasduschen, präsentierte aktuelle Beschlagsysteme aus eigener Produktion.

Großes Interesse weckte der Vortrag von Silke Giessler (HyWin) zur aktiven Fassade, bei der Heizung, Kühlung und Beschattung in die Gebäudehülle integriert werden – ein Konzept, das auch für das Glashaus relevant sein könnte.

Die Diplompsychologin und Architektin Maren Hawighorst zeigte zudem auf, welche Bedeutung psychologische Aspekte für die Architektur und damit auch für die Konzeption des Glashauses haben. Weiter stellte Dr. Jan Kadelke von Air2life eine nachhaltige Luftreinigungstechnologie zur Reduktion von Bakterien und Gerüchen in Innenräumen vor.

Den Abschluss bildete eine intensive Podiumsdiskussion zum Glashaus, in der Wissenschaft, Architekten, Studenten, Hersteller und Verarbeiter die weiteren Schritte erörterten.

Die nächste GlasLotsen-Tagung findet vom 12. bis 13. November 2026 in und um Fulda statt.

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