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Glaston

Online Stress Calculation (OSC): Sicherheitsnachweis für jede ESG Scheibe

Sicherheit ist die wichtigste Eigenschaft von vorgespanntem Glas. Bricht es, zerfällt es in kleine Krümel, die im Gegensatz zu größeren Glasstücken keine schweren Verletzungen verursachen. Hinzu kommt die erhöhte Festigkeit, die die Sicherheit zusätzlich steigert. Doch wie lässt sich gewährleisten, dass jede Scheibe, die das Werk verlässt, auch tatsächlich korrekt vorgespannt ist? Zwar sind Unfälle durch nicht ordnungsgemäß vorgespanntes Glas selten – jeder einzelne Vorfall ist jedoch einer zu viel.

„Führen Sie die Bruchtests konsequent durch – was wäre, wenn Ihr eigenes Kind durch eine fehlerhaft vorgespannte Scheibe läuft und sich schwer verletzt oder Schlimmeres passiert?“ Dieses Zitat stammt von einem Glasverarbeiter, der damit seine Mitarbeiter regelmäßig an die Bedeutung der Sicherheitsprüfungen erinnert. „Ein eindrückliches Beispiel dafür, wie wichtig diese Verfahren sind“, sagt Riku Färm, Vice President bei Glaston Product Management.

Grenzen bisheriger Prüfverfahren

OSC wurde entwickelt, um die typischen Schwächen der etablierten Prüfmethoden auszugleichen. Der genormte Bruchtest ist nicht auf alle verarbeiteten Gläser anwendbar, und die zerstörungsfreien Messungen von Oberflächenspannung und Mittelzonenzugspannung sind zu langsam und zu kostenintensiv, um sie an jeder Scheibe durchzuführen. Damit bleibt ein Teil der Produktion bislang ohne durchgängigen Nachweis.

Kontinuierliche Messung in der Vorspannlinie

OSC ermittelt die relevanten Spannungswerte sowie eine Schätzung des Fragmentierungsgrades für jede einzelne verarbeitete Scheibe. Alle Ergebnisse basieren auf tatsächlichen Messungen kritischer Prozessgrößen während des Vorspannens. Liegen Werte außerhalb der definierten Toleranzen, gibt das System automatisch eine Warnmeldung aus. So liefert OSC kontinuierlich denselben sicherheitsrelevanten Nachweis wie der Fragmentierungstest – allerdings ohne Glasbruch. Glasverarbeiter können ihren Kunden damit für jede Scheibe das erreichte Vorspannungsniveau dokumentieren.

Eigene Standards und effizientere Prozesse

„Mit OSC können Anwender auch eigene Standards für die Spannungsniveaus festlegen. Einmal definiert, setzt das System diese Grenzwerte bei jedem produzierten Glas automatisch durch. Wer das richtige Spannungsniveau konsequent ansteuert, vermeidet zudem ein Übervorspannen, was die Prozessleistung verbessert und den Energieverbrauch senkt“, so Riku Färm abschließend.

 

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