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Jahreszahlen für 2025 vorgelegt

Semco: Stabilität trotz Gegenwind

Eine schwache Baukonjunktur, hohe Energie- und Rohstoffkosten sowie zunehmender Wettbewerbsdruck prägen weiterhin den Markt. Zwar steigen die Baugenehmigungen wieder. In der Praxis kommt diese Entwicklung jedoch nur verzögert an. 

Hermann Schüller, geschäftsführender Gesellschafter der Semco-Gruppe

Semcoglas

Hermann Schüller, geschäftsführender Gesellschafter der Semco-Gruppe

„Wir sehen, dass viele Bauherren trotz genehmigter Projekte mit der Umsetzung zögern. Hohe Baukosten, Unsicherheit und volatile Rahmenbedingungen bremsen weiterhin die tatsächliche Bautätigkeit“, sagt Hermann Schüller, geschäftsführender Gesellschafter der Semco-Glasgruppe. 

Dennoch treibt Semco seine strategische Entwicklung voran. Mit der vollständigen Integration der HoffmannGlas-Standorte und dem gezielten Ausbau der Präsenz in Süddeutschland stärkt das Unternehmen seine Position im Projektgeschäft. Parallel investiert die Gruppe kontinuierlich in neue Anlagen, Automatisierung sowie effiziente und stabile Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Steigender Druck auf Glasbetriebe

Der wirtschaftliche Druck bleibt hoch. Neben steigenden Energiepreisen belasten auch Logistikkosten die Unternehmen erheblich. Gleichzeitig verschärft sich der Fachkräftemangel. Auch fehlender Wohnraum wird zunehmend zum Standortproblem für viele Mitarbeitende.

Denken für die Semco-Glasgruppe in Generationen: Michel und Hermann Schüller

Semco

Denken für die Semco-Glasgruppe in Generationen: Michel und Hermann Schüller

Die Politik muss handeln

Zwar sind steigende Baugenehmigungen ein positives Signal, sie reichen jedoch nicht aus, um den Wohnungsbau nachhaltig zu beleben und Planungssicherheit für Unternehmen zu schaffen. „Als Familienunternehmen denken wir in Generationen und mit Verantwortung und klarem Gestaltungswillen. Diese Haltung erwarten wir auch von der Politik. Es braucht jetzt entschlossenes Handeln statt Zögern mit Blick auf kommende Wahlen“, so Hermann Schüller.

Gerade für ein exportstarkes Glasunternehmen wie Semco, das im Geschäftsjahr 2025 über 62 Mio. Euro (ca. 17 Prozent) ihres Umsatzes im Ausland erwirtschaftet hat, sind auf verlässliche Rahmenbedingungen angewiesen.

Langfristig gut aufgestellt

Trotz aller Herausforderungen blickt Semco optimistisch nach vorn. Die Nachfrage nach energieeffizienten Glaslösungen für Fenster, Fassaden und Interieur bleibt langfristig stabil. Gleiches gilt für hochwertige Anwendungen im anspruchsvollen Projektgeschäft im In- und Ausland.

Geschäftsführer  Michel Schüller

Semcoglas

Geschäftsführer  Michel Schüller

Mit gezielten Investitionen in Standorte, Technologien und Mitarbeitern hat sich Semco gut gerüstet. „Wir sind solide aufgestellt, aber das ist kein Selbstläufer. In den letzten 20 Jahren haben wir über 200 Mio. Euro investiert, um unsere Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern“, sagt Michel Schüller, Geschäftsführer für Vertrieb, IT und Unternehmenskommunikation.

Im kommenden Jahr feiert die Semco-Glasgruppe ihr 50-jähriges Bestehen – ein Anlass, der den langfristigen Anspruch des Unternehmens unterstreicht.