Mehr als 500 Fachleute aus dem Fensterbau trafen sich beim diesjährigen Gugelfuss-Partnertag in der Elchinger Brühlhalle. Die Veranstaltung, die vor 28 Jahren mit nur 28 Teilnehmern im Nebenzimmer des Gasthauses Krone begann, hat sich zur wichtigsten Branchenplattform in Süddeutschland entwickelt.
Im Mittelpunkt der Diskussionen stand das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) des Bundeswirtschafts- und Energieministeriums, das das bisherige Gebäudeenergiegesetz (GEG) ablösen wird. Prof. Dr. Ing. Winfried Heusler, Leiter des Instituts für Fenstertechnik (ift) Rosenheim, verdeutlichte die Chancen und Herausforderungen für die Fensterbaubranche: „Egal, was wir in Zukunft bauen werden, CO2 ist dabei die neue Währung, um die sich alles drehen wird." Durch die aktuelle Gesetzesänderung liege der Fokus nicht mehr so stark auf der Heizung, sondern verstärkt auf der Dämmung. „Das spielt uns Fensterbauern in die Karten", so Heusler.
Förderprogramme als Wettbewerbsvorteil
Marcus Kaufmann von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und Energieberater Marco Jörg informierten über attraktive Förder- und Renovierungszuschussmöglichkeiten. Jörg betonte die Bedeutung einer integrierten Förderberatung: „Wer seine Kunden hier aktiv berät und ihnen hilft, Zuschüsse abzugreifen, ist klar im Vorteil. Denn die Förderprogramme bieten Win-Win-Chancen für Ihre Kunden und für Sie als Unternehmer."
Weitere Fachvorträge behandelten Hitzeschäden im Fensterbau (Glasermeister und Sachverständiger Jürgen Sieber) sowie die Planung und Ausführung von Abdichtungsanschlüssen bei barrierefreien, bodentiefen Tür- und Fensteranschlüssen (Georg Göker). Den Abschluss bildete eine Diskussionsrunde mit Gesellschafter Anton Gugelfuss, Lobbyist Thomas Drinkguth von der „Repräsentanz Transparente Gebäudehülle" und Frank Lange, Geschäftsführer des Verbands Fenster und Fassade (VFF), die gemeinsam den Blick nach Berlin warfen.
Produktneuheiten und digitale Services
Gugelfuss nutzte den Partnertag zur Präsentation der neuen Farbenvielfalt und Preisstaffelung im Kunststoff- und Aluminiumprogramm. „Wir hatten bei der Farbpalette dringend Handlungsbedarf, denn am Ende waren es 78 verschiedene Farbvarianten bei den Kunststoffprofilen, wo sich einige nur wenig voneinander unterschieden. Jetzt sind wir reduziert, klar strukturiert und haben es auch geschafft, die Aluminium-Dekore an die Kunststoff-Dekore anzupassen. Das ist ein riesiger Schritt nach vorne", erklärte Martin Gugelfuß, Geschäftsführer der Gugelfuss GmbH.
Die Gäste konnten außerdem darüber abstimmen, ob und wo künftig QR-Codes zur Verbesserung der digitalen Services in den Profilen von Fenstern und Türen implementiert werden sollen. Als Hingucker präsentierte das Unternehmen die neuen Modelle der Black-Edition im Edition-Haustürenprogramm von 2026.
„Die Veranstaltung war wieder einmal ein voller Erfolg. Das Feedback unserer Kunden und Partner war hervorragend. Mit dem Partnertag haben wir eine Plattform geschaffen, in der Experten aus der Politik, dem Finanz- und Förderwesen und natürlich der Fensterbaubranche zusammenkommen, um gemeinsam nach vorne zu schauen", resümierte Max Gugelfuß, Geschäftsführer der Gugelfuss GmbH. Der Abend klang im Oldtimermuseum in Neu-Ulm aus.
Die Gugelfuss GmbH zählt zu den größten Fenster- und Türenherstellern in Süddeutschland und beschäftigt derzeit etwa 370 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Täglich verlassen bis zu 1.000 Einheiten an Fenstern, Türen und Fassadensystemen die Gugelfuss-Produktionen.