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Holz-Alu und Metallfassaden Systemgeber Gutmann

Lieferfähigkeit von Aluminium-Produkten unter „abenteuerlichen“ Bedingungen gegeben

Geschäftsführer Arnd Brinkmann: „Materialengpässe in Bereichen, in denen man es wirklich nicht erwarten konnte, und die dramatischen Rohmaterialpreise, die wir als Unternehmen zu kompensieren hatten und haben und nur zum Teil und noch stark verzögert an den Markt weitergeben können, prägen das Bild. Hier erweist es sich als Vorteil, dass wir unsere Wertschöpfungskette als integriertes Systemhaus mit Aluminiumpressen, Schmelzen, Eloxal und Beschichtung weitgehend selbst kontrollieren.“

Bis jetzt konnte Gutmann die Lieferfähigkeit von seinen Aluminium-Zulieferprodukten uneingeschränkt aufrechterhalten, dies geschieht aber zum Teil unter abenteuerlichen Bedingungen. Wiederbeschaffungszeiten von etablierten und jahrzehntelang zuverlässigen Lieferanten erhöhen sich kurzfristig von unter einer Woche auf mehrere Monate. „Zum Teil haben wir daher wichtige Materialbestandteile für unsere Lieferanten selbst auf den internationalen Märkten beschaffen können – und so Lieferengpässe vermieden“, beschreibt Brinkmann die Reaktion seines Unternehmens, „zum anderen haben wir langfristige Lieferzusagen und Kontrakte mit Vorlieferanten geschlossen und gekauft, was wir bekommen konnten! Hier hilft unsere finanziell stabile Situation, um sich Material in ungewohnten Losgrößen zu sichern.“

So verändert Corona die Branche

Die Pandemie sieht Arnd Brinkmann als Ausgangspunkt gravierender Veränderungen in der Branche. Lieferketten und Beschaffungsprozesse werden überprüft, das gesamte Leistungspaket eines Partners rückt stärker in den Fokus, lautet seine Einschätzung. „Ich glaube auch, dass sich unsere Branche durch die Erfahrungen schneller und stärker mit der digitalen Transformation beschäftigen wird. In der Kommunikation, im Vertrieb sowie in den Prozessen“, erläutert der Geschäftsführer. Er rechnet 2022 mit einem weiteren Wachstum bei Holz-Aluminiumrahmen, weshalb die Produktionskapazitäten für dieses Segment erweitert werden. Um Prozesse zu beschleunigen ist ein automatisches Kleinteilelager in Planung, das mehr Kapazität und erheblich schnellere Zugriffszeiten ermöglicht. „Die größte Einzel-Investition wird zum Jahreswechsel 2021/2022 installiert: eine neue hochmoderne Strangpresse am Standort Weißenburg. Sie ersetzt die bestehende Presse 3, die vornehmlich Bausysteme-Profile presst. Die neue Presse bringt uns ab Ende Januar anläuft rund 30% mehr Kapazität“, kündigt der Geschäftsführer an.

Mit dieser Vertriebsmannschaft will man die Produktionspower vermitteln

Max Radt. Director Aluminium Systems + International Projects at Gutmann Bausysteme GmbH.

Gutmann

Max Radt. Director Aluminium Systems + International Projects at Gutmann Bausysteme GmbH.

Neue Organisation, mehr Personal und eine modifizierte strategische Herangehensweise sowohl im Objektgeschäft wie in den Bereichen Metallverbund- und Baubeschlag-Systeme markieren die wesentlichen Eckpunkte in der Vertriebsausrichtung bei Gutmann. Max Radt initiierte als Verantwortlicher für die Aluminiumsysteme verschiedene strukturelle Änderungen: „Wir haben vom Produktmanagement über die Produktentwicklung, Lagerbewirtschaftung, Preisgestaltung und Optimierungen in der Abwicklung von Objekten in fast allen Prozessen Anpassungen vorgenommen. Das zeigt bereits Wirkung.“

Thomas Reinert ist Vertriebsleiter für die Metallverbund- und Baubeschlags-Systeme in Deutschland und Österreich.

Gutmann Bausysteme

Thomas Reinert ist Vertriebsleiter für die Metallverbund- und Baubeschlags-Systeme in Deutschland und Österreich.

Zum 1. August 2021 hat Thomas Reinert die Vertriebsleitung für die Metallverbund- und Baubeschlag-Systeme in Deutschland und Österreich übernommen. „Es geht seitdem vor allem um den Ausbau der Kundenbeziehungen und Partnerschaften sowie um die Generierung neuer Absatzoptionen“, erläutert er, „wir realisieren unter anderem die Vernetzung mit strategischen Partnern aus dem ERP-Bereich, Maschinenbau und Zuliefersegment. Hier gibt es bereits konkrete Gesprächstermine noch in diesem und Anfang nächsten Jahres.“

Gutmann: Statt FENSTERBAU lieber digitale Medien und eigener Showroom

Änderungen, die auch mit Investitionen verbunden sind, wird es in der Kundenkommunikation geben: „Wir haben uns entschieden, nicht an der FENSTERBAU FRONTALE 2022 teilzunehmen“, erklärt Arnd Brinkmann, „Neuheiten werden wir künftig in unserem geplanten Ausstellungs- und Schulungszentrum sowie parallel in einem virtuellen Showroom vorstellen – und nicht mehr bis zu einem Messezeitpunkt warten. Wir wollen uns häufiger auch zu speziellen Themen oder zu Neuproduktentwicklungen mit unseren Kunden austauschen. Das geschieht persönlich im Werk, aber auch per digitaler Medien.“

Ausblick positiv – Risiko Rohstoffsituation

„Generell teile ich die Einschätzung unseres Branchenverbandes, dass wir im kommenden Jahr ein stabiles Jahr für Bauelemente haben“, wagt Brinkmann einen Ausblick, „kaum eine andere Branche hat so viele gute Argumente und Lösungen zum Thema No.1 Klimakrise und CO2-Reduktion. Die hohe Anzahl sanierungsbedürftiger Fenster, Türen und Fassaden sowie die Tatsache, dass diese Defizite bei Politikern und Gebäudebesitzern zunehmend erkannt und Maßnahmen eingeleitet werden, stimmt mich zuversichtlich, dass die Nachfrage anhält oder sogar leicht steigen wird.“

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