MENTOR AG / KS SCHULTEN
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Rund fünf Wochen nach dem Start des strukturierten Investorenprozesses bei der K. Schulten GmbH & Co. KG (KS) hat sich der Geschäftsbetrieb stabilisiert. Der Auftragseingang hält an, und mit ersten Interessenten laufen bereits Gespräche. Der vorläufige Insolvenzverwalter Florian Dälken bewertet die Entwicklung positiv: „Die eingeleiteten Maßnahmen zeigen Wirkung. Auf dieser Grundlage arbeiten alle Beteiligten mit Nachdruck an einer nachhaltigen Lösung für das Unternehmen.“
Das 1976 gegründete Unternehmen entwickelt und fertigt Maschinen und Anlagen für Industrie und Handwerk. Ein Schwerpunkt ist die Arretiertechnik für die Rollladenindustrie mit Maschinen für PVC- und Aluminiumprofile, von manuellen und halbautomatischen Lösungen bis zu automatisierten Anlagen.
Fortführung bewertet
Auf kaufmännischer Seite begleitet die hmsp| restruc GmbH um Carsten Menzel das Verfahren und hat insbesondere das Zahlenwerk des Unternehmens aufbereitet. Die operativen und kaufmännischen Voraussetzungen für eine Fortführung sieht hmsp|re grundsätzlich als gegeben an. Die bislang umgesetzten Maßnahmen haben die Ausgangslage für eine Investorenlösung verbessert.
Kunden und Partner bestellen weiter
In den einzelnen Geschäftsbereichen gehen weiter Aufträge ein. Langjährige Kunden und Vertriebspartner setzen die Zusammenarbeit mit KS trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen fort. Viele dieser Partnerschaften bestehen seit Jahrzehnten und sind von persönlichem Vertrauen geprägt. Ein Händler in Großbritannien arbeitet seit mehr als 30 Jahren mit KS zusammen und hat kürzlich weitere Bestellungen erteilt. Weitere Händler sowie Fensterbauer und Fenster- und Fassadenmonteure bestellen weiter KS Robots und andere Hebegeräte. Im Bereich der Arretiertechnik hat sich ein langjähriger Kunde aus den Niederlanden für eine weitere Arretiermaschine entschieden.
Für das gesamte Team in Emsbüren ist dieser Rückhalt ein wichtiges Signal und Ansporn zugleich. Die Nachfrage hält an, und es gehen Anfragen nach individuellen Sonderlösungen ein. Die geschäftsführenden Gesellschafter Jörg Alsmeier und Horst Anker begleiten den Sanierungsprozess weiterhin eng. Sie betonen: „Das Wichtigste ist: Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen hinter dem Unternehmen und arbeiten zielstrebig daran, alle Aufträge fristgerecht an unsere Kunden auszuliefern“.
MENTOR hält den Investorenprozess offen
Für die Unternehmensprüfung wurde bereits ein digitaler Datenraum eröffnet. Er stellt Interessenten Unterlagen zur Verfügung. Die MENTOR AG begleitet den Investorenprozess und hält ihn offen. Strategische Investoren und Finanzinvestoren, die bislang nicht beteiligt sind, können sich weiter einbringen. Sebastian Schmitt von der MENTOR AG erklärt: „Wir führen erste Gespräche und erfahren eine positive Resonanz auf das Unternehmen“. Schmitt appelliert: „Unser Ziel ist es, den Prozess nun zügig und strukturiert voranzubringen.“
Quelle: ar / MENTOR AG