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John & Will Silo-Hotel: Fassadenlüfter mit Wärmerückgewinnung von Siegenia

Aus dem rund 40 Meter hohen Getreidesilo der ehemaligen Kellogg´s Werke entstand auf der Bremer Überseeinsel ein Designhotel, das als bau- und gebäudetechnisches Meisterstück gilt: das John & Will Silo-Hotel.

Siegenia

Aus dem rund 40 Meter hohen Getreidesilo der ehemaligen Kellogg´s Werke entstand auf der Bremer Überseeinsel ein Designhotel, das als bau- und gebäudetechnisches Meisterstück gilt: das John & Will Silo-Hotel.

Das John & Will Silo-Hotel entstand aus dem rund 40 Meter hohen Getreidesilo der ehemaligen Kellogg's Werke. Sichtbare Stahlverankerungen in der Hotelbar und das Kellogg's-Zeichen auf dem Dach verweisen weiter auf die frühere Nutzung. Von der Hotelbar in der 11. Etage reicht der Blick auf Fernsehturm, Weser und Bremer Dom.

Umbau erhält den Charakter des Silos

Die Entwickler entschieden sich für die Umnutzung statt für den Abriss: Johannes Aderholz, Geschäftsführer der Überseeinsel GmbH, Bauherr und Projektentwickler, erklärt: „Der Umbau war für uns weit mehr als Denkmalschutz oder Nachverdichtung. Es ging darum, den Charakter dieses Ortes zu bewahren und ihn in eine neue, nachhaltige Nutzung zu überführen“.

Der Umbau griff tief in die Bestandsstruktur ein. In Wände aus bis zu 16 Zentimeter dickem Ortbeton mussten Fensteröffnungen hineingefräst werden. Hinzu kamen neue Böden für die Geschosse und eine runde Gebäudehülle. Die Zimmer zeigen weiter sichtbaren Beton. Ergänzt werden sie durch weitestgehend organische Materialien und teils raumhohe Fenster zur Weser.

Lüftung passt sich der Bestandsstruktur an

Für die technische Infrastruktur bot das Gebäude keine Schächte, Kanäle oder klassisch planbaren Fassadenelemente. Das Planungsbüro Pop Fassadenberatung band Siegenia deshalb früh in die Entwicklung eines Konzepts für die kontrollierte Be- und Entlüftung der Hotelzimmer ein. Ziel war eine geräuscharme Lösung, die sich in die Gestaltung der Zimmer einfügt.

Die Wahl fiel auf den Fassadenlüfter Aeromat VT. Seine Gehäuseplattform erlaubt unterschiedliche Anforderungen und eine Integration in die Fassade. Im Hotel arbeitet die Ausführung Aeromat VT WRG. Sie erreicht eine Wärmerückgewinnung von bis zu 93 Prozent. Der Lüfter verfügt außerdem über vorkonfigurierte Ein- und Ausgänge für die Inbetriebnahme und die Einbindung in die Gebäudeleittechnik.

Sonderlösung integriert 120 ZimmerAuch der Einbau in die 120 Hotelzimmer erforderte eine Sonderlösung. Heiner Triebel, zuständiger Ansprechpartner für das Projekt bei Siegenia, sagt: „Klassische Standardlösungen waren hier nicht einsetzbar“. Gemeinsam mit der Anwendungstechnik entwickelte Siegenia individuell angepasste Lüftungskanäle. Sie sitzen unter den an den Fenstern positionierten Sitzbänken. Triebel betont: „Wichtig war uns dabei, die vollumfängliche Eignung dieser Sonderlösung durch umfangreiche Vorabtests sicherzustellen“. Für die Hotelgäste bleiben die Fassadenlüfter unsichtbar.

Software koppelt Bad und ZuluftAuch in den Badezimmern kommen Lösungen von Siegenia zum Einsatz: Das Unternehmen entwickelte eine Software, die die dort verbauten Abluftgeräte mit den Zuluftgeräten synchronisiert. Sobald in einem Bad ein Lüfter anspringt, führt der Aeromat VT WRG automatisch Frischluft über die Fassade nach. Babette Kirchhoff, General Managerin des John & Will Hotels, sagt: „Das Klima in den Zimmern ist angenehm, ruhig und konstant. Gerade in einem so besonderen Raumtyp wie dem Silo ist das keine Selbstverständlichkeit.“

Während der Bauphase begleitete Triebel den Einbau der Lüfter teils vor Ort, teils per Remote-Koordination. Eine weitere Sonderlösung entstand in der Turmsuite mit Dachterrasse. Dort mussten die Lüftungsgeräte im 90°-Winkel in eine Pfosten-Riegel-Fassade eingebaut werden.

Das John & Will Silo-Hotel ist Teil des ehemaligen Hafengebiets auf der Bremer Überseeinsel. Auf rund 15 Hektar Fläche soll dort in den kommenden Jahren ein urbanes Quartier entstehen.

www.siegenia.com

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