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Sälzer

Fenster und Türen für neue Bedrohungslagen entwickelt

Der Hochsicherheitsspezialist Sälzer hat seine Fenster-, Tür- und Fassadensysteme gezielt an die Anforderungen der neuen ift-Richtlinie EI-06/1 angepasst. Mit der Überarbeitung seines Produktportfolios reagiert Sälzer auf die wachsende Bedeutung eines wirksamen Schutzes vor Vandalismus an Gebäuden.

Vandalismus ≠ Einbruchsversuche

Für die Bewertung des Widerstands von Fenstern, Fassaden, Türen und Toren gegen Einbruchsversuche steht mit den einschlägigen nationalen und europäischen Normen zwar seit Langem ein etabliertes Regelwerk zur Verfügung. Es basiert allerdings auf typischen Einbruchsszenarien, bei denen Täter planvoll, unter Zeitdruck und möglichst geräuscharm vorgehen, um unentdeckt zu bleiben.

Bei Vandalismusereignissen zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Gefährdet sind nicht nur abgelegene, nicht einsehbare Gebäude, sondern gerade auch exponierte Bauwerke an großen Straßen, Plätzen oder etwa Zugangswegen zu Stadien. Im Gegensatz zum Einbruch findet dieser „Vandalismus“ nicht still und leise statt, sondern vollkommen ungehemmt. Bauelemente wie Fenster und Türen werden mit Gegenständen aus dem öffentlichen Raum attackiert, etwa mit Verkehrsschildern, Pflastersteinen und Gullydeckeln. Meist mit erheblicher Gewalt, hohem Krafteinsatz und auch durch mehrere Täter gleichzeitig.

Neue ift-Richtlinie schafft strukturierten Rahmen

Mit der ift-Richtlinie EI-06/1 „Vandalismushemmende Bauelemente und Einrichtungen – Anforderungen und Prüfverfahren“ wurde die Grundlage vorgestellt, auf der das Schutzniveau von Bauelementen auch in Hinsicht auf das neue Bedrohungspotenzial verlässlich bewertet werden kann. Sie bietet erstmals einen strukturierten Rahmen für Planung, Ausführung und Bewertung von vandalismussicheren Bauteilen. Sie definiert grundlegende Begriffe, typische Angriffsszenarien und unterschiedliche Schutzniveaus und wendet sich an Planer, Bauherren und Betreiber.

Die Richtlinie unterscheidet drei Klassifizierungen.

  • Der allgemeine „Vandalismus-Widerstand“ (FE, Force Entry) beschreibt, wie stark ein Bauteil einer ungehemmten, gewaltsamen Einwirkung und dem Einsatz untypischer Werkzeuge standhält.
  • Ergänzend kommen die Kategorien „Durchwurf geprüft“ (TP, Throwing Projectiles) und
  • „Brandsatz geschützt“ (LS, Liquid Save) hinzu.

Mit den etablierten Widerstandsklassen FE 1 bis FE 5 lassen sich die meisten Risiken durch Vandalismus zuverlässig abbilden.

Sälzer-Lösungen erreichten hohes Schutzniveau

Die Zusammenarbeit mit dem ift und zahlreiche Realtests veranlassten Sälzer, seine Produkte gezielt auf Vandalismus-Tauglichkeit zu prüfen. Das Ergebnis zeigte, dass die bestehenden Bauelemente bereits ein hohes Schutzniveau boten. Durch gezielte Anpassungen, etwa bei Glaseinbindung, verwendeten Gläsern und Verriegelungen, wurden sie weiter optimiert und an die Vorgaben der Richtlinie angepasst. Auch die Elementanschlüsse an das Bauwerk wurden umfassend überprüft. Fenster-, Tür- und Fassadensysteme lassen sich so für verschiedene Nutzungen – von öffentlichen Gebäuden bis zu sensiblen Infrastrukturen – in der jeweils erforderlichen Widerstandsklasse planen und umsetzen. Sonderkonstruktionen profitieren dabei von einem verlässlichen Regelwerk der neuen Richtlinie.

Sälzer integriert vandalismushemmende Eigenschaften mit bestehenden Sicherheitsanforderungen wie Einbruch- und Explosionsschutz, bietet Systeme für hohe Schutzbedarfe und begleitet Planer und Betreiber beim Schutz vor Vandalismus – von der Gefährdungsanalyse über die Schutzziel-Definition bis zur Maßnahmen-­Planung.

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