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Suppliers Team e.V.

Bauelemente-Zulieferer gründen Verein

Die Fenster-, Türen- und Fassadenbranche hat einen neuen Akteur in Form eines Vereins: Am 9. Februar gründeten 16 Unternehmen aus der Zulieferindustrie den Verein „Suppliers Team e.V.“. Das ambitionierte Ziel: Gemeinsame Lösungskonzepte für Kunden entwickeln und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Gewerken stärken.

Was als Idee im Jahr 2023 entstand, ist nun institutionalisiert. Auf der Gründungsversammlung bei Klaes in Bad Neuenahr-Ahrweiler, die unter der Leitung des Vereinsexperten Marvin Lerch zügig und professionell verlief, wählten die anwesenden Vertreter einstimmig den neuen Vorstand und verabschiedeten die Satzung. Mit Jens Johanni (Klaes) als Vorsitzendem, Robin Titzkus (alumar) als stellvertretendem Vorsitzenden, Bernd Schneider (Rotox) als Schatzmeister und Claudia Max-Heine (Range+Heine) als Schriftführerin steht das Führungsteam fest.

Branchenübergreifende Zusammenarbeit

Der Verein versteht sich als Plattform für alle Bereiche der Fensterbranche. „Wir möchten gemeinsame Lösungen schaffen im Zusammenhang mit Digitalisierung, Schnittstellen zwischen Holz, Beschlag und Farbe und mehr“, erläuterte Thomas Verhoeven (Regel-air) die Vereinsziele. Das Spektrum der Gründungsmitglieder spiegelt diese Ausrichtung wider: Von Profilherstellern über Beschlagspezialisten bis hin zu Software-Anbietern und Maschinenherstellern sind alle relevanten Bereiche vertreten. Besonders hervorzuheben ist die Vielfalt der vertretenen Materialien und Technologien. Diese Breite ermöglicht es, komplexe Projekte ganzheitlich anzugehen.

Wichtig für die weitere Entwicklung: Nur die 16 am Gründungstag anwesenden Unternehmensvertreter sind automatisch Vereinsmitglieder geworden. Unternehmen, die zwar Interesse bekundet, aber an der Gründungsversammlung nicht teilgenommen haben, müssen nun einen regulären Mitgliedsantrag stellen. Der Mitgliedsbeitrag wurde auf 1.000 Euro pro Unternehmen und Jahr festgelegt. Zugangsvoraussetzung ist eine Mindestgröße von neun Vollzeit-Mitarbeitern. Diese Kriterien sollen sicherstellen, dass nur etablierte Unternehmen mit entsprechender Leistungsfähigkeit dem Verein beitreten.

Ausschüsse als Arbeitsebene

Die eigentliche Arbeit soll in Ausschüssen stattfinden. „Es gibt einen Arbeitskreis, der sich mit dem Thema Kunststoff beschäftigt, dann gibt es einen Ausschuss für Holz und einen für Dichtung“, konkretisierte Johanni die Struktur gegenüber der GW. Auch wird es eine Arbeitsgruppe rund um das Thema Abdichtung geben. Claudia Max-Heine hat bereits mit der Holzgruppe begonnen, auch die Kunststoffgruppe ist bereits formiert.

„Auf unserer Internetseite haben wir einen internen Bereich, wo die Arbeitsgruppen sich bilden, sich verabreden, sich austauschen“, erklärte Oliver Krause (Gutmann) das Konzept. Dieser digitale Marktplatz soll es ermöglichen, dass sich Mitglieder zu konkreten Kundenproblemen zusammenfinden und gemeinsam Lösungen erarbeiten. Die Plattform dient auch zu Dokumentationszwecken für die Ausschussarbeit.

Eine der spannendsten Diskussionen drehte sich um die Frage des Wettbewerbsausschlusses. Der Verein hat sich bewusst für Offenheit entschieden, stellte Johanni klar. Diese Haltung wird auch bei mehreren Anbietern derselben Produktkategorie beibehalten – so sind beispielsweise bereits zwei Werkzeughersteller und zwei Farbenhersteller vertreten. „Ich muss mich als normale Firma nicht vom Mitbewerber verstecken“, argumentierte Johanni.

Und über Preise wird ebenfalls grundsätzlich nicht gesprochen. „Keine Angst, da wird niemand über seine Konditionen sprechen“, versicherte Johanni gegenüber GW. Der Fokus liegt ausschließlich auf technischen und produktbezogenen Themen.

Erste Erfolge bereits sichtbar

Bemerkenswert ist, dass der Verein bereits vor seiner offiziellen Gründung erste Projekte realisieren konnte. „Aus dem ersten Treffen haben wir schon ein paar Projekte gemacht, die schon fertig sind“, berichtete Johanni. So entstanden bereits Kooperationen zwischen Klaes und Regel-air, mit alumar sowie mit Gretsch-Unitas. Auch gemeinsame Messestände wurden realisiert.

Nach der erfolgreichen Vereinsgründung stehen nun die nächsten Schritte fest: Die Arbeitsgruppen werden formiert und sollen zeitnah ihre Tätigkeit aufnehmen. Ein jährliches Vereinstreffen ist bereits vereinbart. Diese Veranstaltungen sollen – wie schon in der Vergangenheit – mit Fachvorträgen und Firmenbesichtigungen kombiniert werden, um den Austausch zu fördern und neue Impulse zu setzen.

Ein Vor-Ort-Bericht von Daniel Mund

Der gewählte Vereinsvorstand Jens Johanni (Klaes) ­gehört auch zu den Initiatoren im Suppliers’ Club.

Foto: Kober / Book Your Video

Der gewählte Vereinsvorstand Jens Johanni (Klaes) ­gehört auch zu den Initiatoren im Suppliers’ Club.

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