Springe auf Hauptinhalt Springe auf Hauptmenü Springe auf SiteSearch
„Transformation 2027“

Weinig streicht 400 Stellen weltweit

Die Weinig Gruppe baut weltweit rund 400 Arbeitsplätze ab. Das Unternehmen kündigte das Maßnahmenprogramm „Transformation 2027" an, das in den kommenden zwei Jahren umgesetzt werden soll. Hauptsächlich an den deutschen Standorten werden strukturelle Anpassungen erfolgen. Weinig-CEO Gregor Baumbusch erläuterte die Pläne zunächst persönlich gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, bevor die Öffentlichkeit informiert wurde. Diese Reihenfolge sei bei der Weinig Gruppe bewusst gewählt, um Transparenz gegenüber der Belegschaft zu wahren.

Auch künftig werde die Weltwirtschaft von erheblichen Schwankungen und strukturellen Veränderungsprozessen geprägt sein, heißt es. „Die Dynamik der internationalen Wirtschaftsbeziehungen hat sich grundlegend verändert und wird dies weiter tun. Diese neue Realität gilt es anzunehmen und sich als Unternehmen entsprechend auszurichten. Um diesen Herausforderungen wirksam zu begegnen, wird die Weinig Gruppe weltweit in den kommenden zwei Jahren das Maßnahmenprogramm 'Transformation 2027' umsetzen", teilte das Unternehmen mit. Das Programm ziele darauf ab, „Effizienzpotenziale zu heben und die Kapazitäten an die volatile Marktentwicklung anzupassen, um sich nachhaltig resilient aufzustellen".

Geopolitische Risiken belasten Auftragslage

Als Grund für die Maßnahmen nennt Weinig die anhaltend schwierigen Marktbedingungen. „Geopolitische Risiken wie die US-Handelspolitik, der anhaltende Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie der fortdauernde Krieg in der Ukraine sorgen weiterhin für erhebliche Marktvolatilität", heißt es in der Mitteilung. Diese Unsicherheiten führten dazu, dass viele Unternehmen Investitionsentscheidungen verschieben.

Die aktuelle Auftragslage bleibe „hinter den Erwartungen zurück", obwohl sich die Weinig Gruppe in den vergangenen Jahren „besser entwickelt als der Branchendurchschnitt" habe. Dennoch seien Anpassungen der globalen Kostenstrukturen an die veränderten Marktbedingungen notwendig.

Sozialverträgliche Umsetzung angekündigt

Das Unternehmen betont seine Verantwortung gegenüber den Beschäftigten: „Das Unternehmen legt großen Wert auf eine sozialverträgliche Umsetzung aller notwendigen Veränderungen." Nach Informationen der Fränkischen Nachrichten sind dabei unter anderem die Standorte Weinig Operations in Malterdingen sowie Weinig Grecon in Alfeld betroffen, auch wenn diese in der offiziellen Pressemitteilung nicht ausdrücklich genannt wurden.

Neben der Kapazitätsanpassung beinhaltet „Transformation 2027" auch umfassende Prozessoptimierungen. Durch die Optimierung der globalen Kostenstruktur will die Weinig Gruppe die Auswirkungen der bestehenden Krisen auf das Unternehmensergebnis begrenzen und sich „mittel bis langfristig für profitables Wachstum beim nächsten konjunkturellen Aufschwung positionieren".

Millionen-Investitionen in der Vergangenheit

Erst kürzlich hatte Weinig noch umfangreiche Investitionen getätigt. Am Standort Tauberbischofsheim entstand ein neues Logistik- und Fertigungszentrum, am Standort Voitsberg flossen ebenfalls Investitionen in die Produktion. Zusätzlich erweiterte das Unternehmen sein Portfolio durch die Integration verschiedener Firmen: Die Übernahme von Hit und Stähle-Hess sowie die Beteiligung an Essetre ergänzten das Angebot.

Nach eigenen Angaben verfügt Weinig heute über „eines der breitesten Portfolios für die Massivholz- und Plattenbearbeitung weltweit – von der Einzellösung bis zur Industrieanlage".

Das Unternehmen kündigte an, zunächst die Mitarbeitenden und anschließend die Öffentlichkeit umfassend zu informieren, sobald es konkrete Entwicklungen gibt.