Vier Tage lang war Düsseldorf vom 20. bis 23. Oktober Treffpunkt der internationalen Glasbranche. Mehr als 1170 Aussteller aus 48 Ländern präsentierten auf der glasstec Maschinen, Technologien und Glasprodukte.
Matthias Rehberger / GW
Neben den Neuheiten beschäftigte viele die Frage, wie sich die schwierige wirtschaftliche Lage auf Gespräche und Investitionsentscheidungen auswirken würde. In zahlreichen Begegnungen der GW mit Ausstellern und Branchenvertretern zeichnete sich ein überraschend einheitliches Stimmungsbild ab: „Besser als erwartet.“
Gute Kontakte, konkrete Investitionsvorhaben und Geschäftsabschlüsse sorgten auf den Messeständen für Zuversicht.
Viele Besucher aus dem Ausland
Die Zahlen im Abschlussbericht unterstreichen die internationale Bedeutung der Messe. Der Auslandsanteil der Fachbesucher lag bei 75 Prozent, jeder vierte Besucher kam von außerhalb Europas. Ebenfalls 75 Prozent gehörten dem Top- oder mittleren Management an.
Matthias Rehberger / GW
Sehr positiv fiel die Bilanz bei Hegla aus. Für Christian Decker, den neuen CEO der Gruppe, war es die erste glasstec. Gegenüber der GW berichtete er von vielen konstruktiven Gesprächen. Entscheidend war jedoch, dass Hegla während der Messetage mehrere Geschäftsabschlüsse erzielen konnte, darunter Projekte, deren Realisierung zuvor noch unsicher gewesen war.
Auch Gottfried Brunbauer, COO von Lisec, bezeichnete die Veranstaltung als vollen Erfolg und hob den persönlichen Austausch sowie das internationale Netzwerk hervor.
Wie wichtig diese persönlichen Verbindungen bleiben, wurde auch in Gesprächen der GW mit Ausstellern deutlich, etwa mit Laurin Weidner von Glastechnik Holger Kramp: Gerade bei Maschinen, Modernisierungen und Serviceleistungen zählen Vertrauen, Erreichbarkeit und verlässliche Ansprechpartner. Wer eine Anlage betreibt, benötigt neben leistungsfähiger Technik auch einen Partner, der bei Wartung, Reparatur oder Umbau erreichbar ist und verlässlich unterstützt.
Matthias Rehberger / GW
Die Eindrücke aus den GW-Gesprächen mit Glaston, Forel, Bottero und weiteren Maschinenanbietern passen ebenfalls in das positive Gesamtbild. Und Nancy Mammaro, GIMAV Präsidentin und CEO von Mappi, sprach bei einem Presse-Event von der steigenden Qualität der Kontakte.
Eine ähnlich positive Rückmeldung kam aus dem VDMA-Forum Glastechnik.
Guus Boekhoudt, Executive Vice President bei Guardian Glass, betonte, dass für den Glashersteller die glasstec zu den weltweit wichtigsten Events zähle. Mit Blick auf die in Europa angespannte Lage sagte er: „Wir sehen positive Signale aus dem Markt, dass es wieder aufwärts geht.“
Matthias Rehberger / GW
Mit Automation zum Erfolg
Technologisch prägten Automatisierung, Robotik und künstliche Intelligenz das Messegeschehen. Im Mittelpunkt standen vernetzte Produktionsprozesse, automatisiertes Handling und effizientere Fertigungsabläufe. Die Verbindung von Maschinensteuerungen, Produktionsdaten und ERP-Systemen gewinnt dabei weiter an Bedeutung. KI-Anwendungen für Planung, Datenauswertung und Qualitätskontrolle zeigen zusätzliche Möglichkeiten auf.
Bei den Glasprodukten richtete sich der Blick u. a. auf Vakuum-Isolierglas, leichte, dünne Isolierglasaufbauten (Dünnglas-ISO) und energieeffiziente Fassaden (BIPV). Sicherheit und Klimaresilienz waren weitere wichtige Themen. Die positive Resonanz zeigt: Auch unter schwierigen Marktbedingungen werden Investitionen vorbereitet und Projekte umgesetzt.
Für mehr Bilder: klicken Sie hier
Die nächste glasstec findet vom 19. bis 22. September 2028 statt.
Matthias Rehberger
Matthias Rehberger / GW
Matthias Rehberger / GW
Klicken Sie hier, um GW als bevorzugte Quelle bei Google einzustellen