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Schüco Metallbaufachtage 2026

Sicherheit und Nachhaltigkeit prägen die Zukunft der Metallbauer

Bereits in seiner Eröffnungsrede zeichnete Schüco CEO Andreas Engelhardt ein realistisches Bild der aktuellen Rahmenbedingungen. Die Welt habe sich in einer Geschwindigkeit verändert wie selten zuvor. Besonders hob er drei Entwicklungen hervor: die dauerhaft gestiegenen Energiekosten, die zunehmende internationale Konkurrenz sowie die veränderte geopolitische Situation mit höheren Anforderungen an Sicherheit und Verteidigung.

Trotz dieser Herausforderungen zeigte sich Engelhardt optimistisch. Deutschland und Europa verfügten weiterhin über eine starke industrielle Basis. Entscheidend sei es, Produktivität und Wertschöpfung weiter zu steigern.

Spannende Fachvorträge

Matthias Rehberger / GW

Spannende Fachvorträge

„Wir müssen verstehen, dass wir mit weniger Arbeit mehr verdienen“, betonte der Schüco Chef. Gleichzeitig verwies er auf die Vorteile der internationalen Aufstellung von Schüco und die Bedeutung einer konsequenten Kundennähe.

Veränderung sei kein Selbstläufer, könne aber gemeinsam mit Partnern erfolgreich gestaltet werden. Familienunternehmen und insbesondere die Baubranche könnten dabei weiterhin viel bewegen.

Umfassendes Programmangebot

Großes Interesse weckte die Schüco-Tochter Sälzer, die ihre Hochsicherheitslösungen präsentierte. Das Unternehmen entwickelt Systeme zum Schutz von Menschen und Sachwerten gegen Einbruch, Ausbruch, Beschuss, Explosionen und Vandalismus. Die Lösungen erreichen höchste europäische Sicherheitsklassen bis RC6, FB7-NS und EXR5.

Interessante Produktpräsentationen

Matthias Rehberger / GW

Interessante Produktpräsentationen

Besonders interessant für Metallbauer: Die Sicherheitslösungen lassen sich optisch nahezu identisch in Schüco-Systeme integrieren. Die Unterschiede liegen vor allem in den inneren Profilstrukturen und den sicherheitsrelevanten Komponenten.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf aktuellen Normen und Prüfverfahren. Vorgestellt wurden u.a. die Einbruchhemmungsnormen DIN EN 1627 bis 1630 sowie die neue Vandalismus-Richtlinie mit Widerstandsklassen von FE1 bis FE5. Ergänzend wurden Prüfungen gegen Wurfkörper und Brandsätze erläutert.

Auch der Schutz gegen Explosionseinwirkungen wurde thematisiert. Im Gegensatz zu punktuellen Belastungen wirken Druckwellen großflächig auf Verglasung und Konstruktion. Daraus ergeben sich besonders hohe Anforderungen an Glasaufbau, Befestigungstechnik und Tragstruktur.

Value-Up-Konzept für mehr Nachhaltigkeit

Im Breich Nachhaltigkeit stellte Schüco sein Value-Up-Konzept für die Sanierung von Bestandsgebäuden vor. Durch Vor-Ort-Begehungen, Thermografie, Drohneneinsätze, digitale Gebäudescans und Energieanalysen werden individuelle Sanierungsfahrpläne entwickelt und konkrete Modernisierungspotenziale identifiziert.

Feurige Fassadentests

Matthias Rehberger / GW

Feurige Fassadentests

Ein weiterer Schwerpunkt war die Kreislaufwirtschaft. Mittlerweile sind 95 Schüco-Systeme nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip zertifiziert. Die Systeme werden auf Schadstofffreiheit geprüft, sind vollständig in Materialkreisläufe rückführbar und erfüllen hohe Umwelt- und Sozialstandards. Ergänzend unterstützt Schüco Bauherren und Planer bei der Entwicklung individueller Recyclingkonzepte.

Für intensive Diskussionen sorgte zudem der Vortrag zum Lean Management. Die zentrale Botschaft: Lean ist kein Werkzeugkasten, sondern ein Führungssystem. Methoden wie Kanban, 5S oder Shopfloor-Management entfalten ihre Wirkung erst dann, wenn Transparenz, Problemlösungskompetenz und eine aktive Führungskultur etabliert sind.

Gerade im Metallbau mit hoher Variantenvielfalt, Projektgeschäft und schwankender Auslastung bietet Lean erhebliche Potenziale. Die vorgestellten Praxisbeispiele zeigten Produktivitätssteigerungen von bis zu 40 Prozent, 50 Prozent geringere Nacharbeitskosten, 60 Prozent kürzere Durchlaufzeiten sowie Verbesserungen bei Arbeitssicherheit und Mitarbeiterzufriedenheit.

Mein Fazit der Schüco Metallbaufachtage 2026 ist eindeutig: Die Zukunft des Metallbaus wird gleichermaßen von Sicherheit, Nachhaltigkeit und effizienten Prozessen geprägt. Erfolgreich werden dabei vor allem jene Unternehmen sein, die Innovation, Kundennähe und Veränderungsbereitschaft konsequent miteinander verbinden.

Autor: Matthias Rehberger

GW Redakteur Matthias Rehberger mit Schüco Chef Andreas Engelhardt

Matthias Rehberger / GW

GW Redakteur Matthias Rehberger mit Schüco Chef Andreas Engelhardt

Matthias Rehberger / GW

Matthias Rehberger / GW

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