Das neue Terminal schafft mit einer anfänglichen Kapazität von 19 Millionen Passagieren pro Jahr – perspektivisch erweiterbar auf bis zu 25 Millionen – zusätzliche Leistungsfähigkeit für einen der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Europas.
Komplexe Fassadenlösungen für 38 Flugzeugdocks
Der Leistungsumfang der Hilzinger Metallbau GmbH, einem Unternehmen der Hilzinger-Gruppe mit rund 130 Beschäftigten, umfasste die Flugsteige H und J mit insgesamt 38 Flugzeugdocks an 24 Brückenbauwerken. Das Unternehmen übernahm Konstruktion, Fertigung und Montage transparenter Fassaden mit absturzsichernden Verglasungen. Ergänzend wurden Wandflächen und Deckenuntersichten mit rund 15.000 m² Sandwichelementen verkleidet.
Die Verbindungsstege zu den Fluggastbrücken erhielten Pfosten-Riegel-Fassaden mit transparenten Ausführungen, kombiniert mit Ganzglas-Lamellenfenstern und verglasten Dachklappen unter Einhaltung hoher brandschutztechnischer Anforderungen.
Auch beim neuen Personen-Transport-System (PTS) mit einer Streckenlänge von 5,6 km war Hilzinger beteiligt. Das System verbindet künftig die Terminals und bindet Terminal 3 an den Regional- und Fernbahnhof an. Das Unternehmen realisierte die Fassaden der drei PTS-Stationen am Terminal 1 (Station F), Terminal 2 und Terminal 3.
Zum Leistungsumfang gehörten Aluminium- und Stahl-Pfosten-Riegel-Fassaden, Metall-Lamellenverkleidungen an den Brückenfassaden zwischen Parkhaus, Bahnhofsgebäude und Terminal sowie Fluchttürkonstruktionen entlang der Fahrtrassen. Die Station F erhielt zudem eine prägnante Außenverkleidung aus Aluminiumblechen.
Eine besondere Herausforderung stellte die Fassadenfront am 70 Meter hohen Vorfeldkontrollturm dar. Die nach vorne geneigten Verglasungen wiegen bis zu einer halben Tonne. Alle Elemente sind mit absturzsichernden Sicherheitsverglasungen und Funktionsgläsern für verbesserten Schall- und Sonnenschutz ausgestattet.
Innenausbau mit höchsten Sicherheitsstandards
Hilzinger
Im Terminal-Hauptgebäude lieferte Hilzinger mehrere Hundert Türen, darunter zahlreiche Brand- und Rauchschutztüren nach höchsten sicherheitstechnischen Standards, sowie viele Quadratmeter Metallblechverkleidungen aus eigener Produktion.
Die Arbeiten erstreckten sich über einen Zeitraum von rund vier Jahren und gliederten sich in insgesamt elf Teilprojekte. Die Umsetzung erfolgte innerhalb eines der größten Bauvorhaben Europas und stellte aufgrund der weitläufigen Gebäudestrukturen mit Verbindungswegen über mehrere Kilometer sowie der komplexen logistischen Abläufe besondere Anforderungen an Planung, Koordination und Umsetzung.
„Die Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber Fraport war eng und partnerschaftlich geprägt. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen konnte der Zeitplan eingehalten werden", so Oskar Anders Senior, Geschäftsführer am Standort in Fritzlar.
Langjährige Erfahrung am Frankfurt Airport
„Die rund 20-jährige Tätigkeit am Flughafen Frankfurt schafft Vertrauen und ist eine wichtige Grundlage für die Beteiligung an entsprechenden Projekten", betont Anders Senior. Die Hilzinger-Gruppe ist an 48 Standorten mit 1.450 Beschäftigten in Deutschland, Frankreich und Tschechien vertreten und produziert Fenster und Türen in allen Rahmenmaterialien sowie Fassadenelemente.
Am Standort Fritzlar ist man mit einem Expertenteam von rund 130 Mitarbeitern spezialisiert auf den Fassadenbau und die Herstellung von Aluminiumelementen. Dem Standort angegliedert ist eine eigene Blechverarbeitung in Borken. Zahlreiche namhafte Objekte wurden bereits umgesetzt, darunter das Pandon Vista-Kranwohnhaus in Köln, das Sky Line Plaza in Frankfurt und das Fußballstadion des SC Freiburg.