Schüco hat drei vollelektrische Mercedes-Benz eActros 600 in seine Logistikflotte aufgenommen. Die Fahrzeuge wurden am 2. Juli am Schüco Campus in Bielefeld von Beresa übergeben und ergänzen die insgesamt 56 Fahrzeuge umfassende Flotte des Systemanbieters.
Die E-Lkw mit einer Reichweite von bis zu 500 Kilometern werden im Regionalverkehr, in der Werkslogistik sowie auf planbaren Langstrecken eingesetzt. Pro Fahrzeug können jährlich rund 60 Tonnen CO₂ eingespart werden – insgesamt also 180 Tonnen bei den drei neuen Elektro-Lkw.
"Die Umstellung auf alternative Antriebe ist ein wichtiger Baustein zur Erreichung unserer Klimaziele", sagte Stefanie Hirschmann, COO Metal Division der Schüco International KG. "Gleichzeitig stärken wir unsere Wettbewerbsfähigkeit, denn nachhaltige Logistik wird für Kunden und Partner zunehmend zu einem entscheidenden Kriterium."
Ladeinfrastruktur wird ausgebaut
Neben der CO₂-Reduktion verfolgt Schüco auch wirtschaftliche Ziele: geringere Energie- und Wartungskosten sowie eine langfristige Absicherung gegenüber steigenden CO₂-Preisen. Besonders in internationalen Märkten wie Skandinavien und den Niederlanden gewinne eine klimafreundliche Lieferkette an Bedeutung.
Am Standort Bielefeld wird derzeit eine speziell für die E-Lkw ausgelegte Ladesäule errichtet, die voraussichtlich ab Oktober in Betrieb geht. Ergänzend werden externe Ladepunkte genutzt. Die Ladezeiten variieren je nach Ladeleistung zwischen etwa einer und acht Stunden. Geladen wird, wo möglich, mit Strom aus erneuerbaren Energien, unter anderem über einen bestehenden Vertrag mit den Stadtwerken Bielefeld.
Mit den Elektro-Lkw verändert sich auch das Berufsbild im Transport: Fahrerinnen und Fahrer werden zusätzlich in Ladeprozessen, Reichweitenmanagement und energieeffizienter Fahrweise geschult. Gleichzeitig bietet die neue Technologie Vorteile im Arbeitsalltag durch ruhigere Fahrbedingungen und moderne Fahrzeugtechnik.
"Die Transformation der Logistik betrifft nicht nur Technik, sondern vor allem die Menschen dahinter", so Kai Schürmann, Leiter Logistik Metallbau bei Schüco. "Wir wollen unseren Fahrerinnen und Fahrern moderne, zukunftsfähige Arbeitsplätze bieten und gleichzeitig neue Talente für diesen wichtigen Beruf begeistern."
Schüco plant, den Anteil elektrischer Nutzfahrzeuge in den kommenden Jahren schrittweise weiter auszubauen. Voraussetzung sind positive Praxiserfahrungen sowie der Ausbau der Ladeinfrastruktur. Zu den aktuellen Herausforderungen zählen Ladeplanung, Reichweitenmanagement sowie die Verfügbarkeit externer Ladeinfrastruktur.
Parallel arbeitet das Unternehmen an der Optimierung von Transportrouten und prüft perspektivisch auch ergänzende Antriebstechnologien wie Wasserstoff für spezielle Einsatzbereiche.