Traditionsbetrieb mit Liquiditätsproblemen: Windmann Glas wird heute in vierter Generation von Sören Amann geführt, dem Urenkel des Gründers. Der Betrieb ist auf die Fertigung von Glas- und Spiegelkomponenten für die Möbelindustrie und den Ladenbau spezialisiert. Ergänzend bietet der Betrieb handwerkliche Glaslösungen für den Innen- und Außenbereich an.
Als Gründe für den Insolvenzantrag nennt die Geschäftsführung Liquiditätsschwierigkeiten infolge der schwachen Konjunktur, einer zurückhaltenden Investitionstätigkeit sowie gestiegener Energiekosten.
Über das Insolvenzverfahren soll nun eine Sanierung ermöglicht werden. „Wir werden in den kommenden Monaten den vorläufigen Insolvenzverwalter unterstützen. Unsere Mitarbeiter zeigen in dieser schwierigen Phase großen Einsatz. Jetzt arbeiten wir gemeinsam daran, eine Lösung für unser Unternehmen zu finden“, erklärt Geschäftsführer Sören Amann.
Fortführung des Betriebs und Investorenprozess
Der vorläufige Insolvenzverwalter war bereits vor Ort und hat die Fortführung des Geschäftsbetriebs angeordnet. Erste Maßnahmen wurden eingeleitet. Die Windmann GmbH & Co. KG beschäftigt 36 Mitarbeiter. Die Löhne sind über das Insolvenzgeld bis Ende November für drei Monate gesichert. Geschäftsführer Sören Amann und Dr. André Wehner informierten den Betriebsrat und die Belegschaft in einer Mitarbeiterversammlung über die aktuelle Situation.
Das Pluta-Team, dem auch Rechtsanwalt Dr. Marc-Arno Scheuß angehört, wird die Insolvenzgeldvorfinanzierung in die Wege leiten, damit die Gehälter wie gewohnt ausgezahlt werden können. Parallel zur Stabilisierung des Geschäftsbetriebs startet der vorläufige Insolvenzverwalter in den kommenden Wochen einen Investorenprozess. Ziel ist es, laufende Aufträge zuverlässig zu erfüllen, Sanierungsoptionen zu prüfen und die langfristige Fortführung des Unternehmens mit einem Investor abzusichern.
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