Welche Anforderungen bringen die Mindestumweltkriterien (CAM) konkret mit sich? Für Isolierglas-Hersteller, Verarbeiter und Planer wird es immer wichtiger, die Vorgaben an die verwendeten Materialien zu kennen. Im Fokus stehen dabei besonders kritische Stoffe – etwa die sogenannten SVHC (Substances of Very High Concern). Diese werden in der REACH-Verordnung als besonders gesundheits- und umweltgefährdend eingestuft.
Das aktuele CAM-Ministerialdekret führt einen strukturierteren Ansatz auch für Dichtstoffe und Klebstoffe im Bauwesen ein – insbesondere im Bereich Isolierglas. Der Fokus liegt nicht mehr allein auf deklarierten Leistungswerten, sondern verstärkt auf Materialqualität, chemischer Sicherheit sowie auf transparenter und überprüfbarer Dokumentation.
Gefordert wird unter anderem die Einhaltung der VOC-Grenzwerte für Innenräume gemäß UNI EN 16516 sowie der Ausschluss gefährlicher Stoffe mit regulierten Emissionsgrenzen, etwa krebserregende Substanzen, Aldehyde oder aromatische Lösungsmittel.
Lückenlose Rückverfolgbarkeit
Zudem verlangen die CAM eine lückenlose Rückverfolgbarkeit der Produkte und eine vollständige Umwelt-Dokumentation. Herkunft der Rohstoffe, Produktionsprozesse und Auswirkungen über den gesamten Lebenszyklus müssen nachvollziehbar sein. Instrumente wie Umweltproduktdeklarationen (EPD) gewinnen dadurch erheblich an Bedeutung, da sie eine objektive und zertifizierte Bewertung der Nachhaltigkeit ermöglichen.
Fenzi Group
Weiter bewertet das Dekret auch die unternehmerische Verantwortung im Sinne von ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales, Unternehmensführung) und erkennt die wachsende Bedeutung entsprechender Leistungskennzahlen (KPI) an.
Gefährliche Stoffe im Fokus: SVHC und REACH
Die Grundidee hinter den verschärften Anforderungen: Produkte, die über Jahrzehnte in Gebäuden verbaut werden, müssen stabil, zuverlässig und vor allem unbedenklich sein. Materialien mit problematischen Inhaltsstoffen widersprechen den Grundprinzipien der CAM.
Ein konkretes Beispiel sind MCCP (Medium Chain Chlorinated Paraffins), also chlorierte Paraffine mittlerer Kettenlänge (C14–17). Diese Stoffe stehen auf der SVHC-Liste und gelten als persistent, bioakkumulierbar und toxisch (PBT/vPvB). Häufig werden sie als kostengünstige Weichmacher in Dichtstoffen eingesetzt.
Neben den Umwelt- und Gesundheitsrisiken bringen MCCP auch regulatorische Herausforderungen mit sich. Produkte, die solche Stoffe enthalten, unterliegen strengeren Anforderungen bei Transport und Entsorgung – etwa als Gefahrgut gemäß ADR. Die vermeintlichen Kostenvorteile werden dadurch schnell relativiert.
Eine sorgfältige und bewusste Auswahl der eingesetzten Materialien ist daher entscheidend – nicht nur für Green-Building-Projekte, sondern für die gesamte Isolierglasproduktion.
Fenzi Group / lucamosconi.com
Fenzi-Lösungen mit geprüfte Qualität
Der Einsatz CAM-konformer Produkte bedeutet nicht nur regulatorische Sicherheit, sondern auch langfristige Leistungsfähigkeit von Isolierglas im Sinne echter Nachhaltigkeit. Hochwertige Dichtstoffe sichern die thermische Stabilität, verhindern frühzeitige Alterung und tragen zu gesunder Raumluft sowie höherem Komfort bei.
Seit über 85 Jahren ist die Fenzi Group ein international etablierter Anbieter im Glas- ud Isolierglas-Segment. Dies basiert auf klaren technologischen Entscheidungen: sichere Formulierungen, kontrollierte Prozesse, transparente Dokumentation und kontinuierliche Entwicklung nachhaltiger Lösungen ohne kritische Stoffe.
Im Einklang mit dieser Strategie verzichtet das Unternehmen bewusst auf den Einsatz besonders kritischer Substanzen und setzt ausschließlich auf ausgewählte Rohstoffe qualifizierter Lieferanten, die strengen Prüfungen unterzogen werden.
Fenzi / EcoVadis
Beispiele dafür sind die Fenzi Dichtstoffsysteme Thiover, Poliver, Hotver und Butylver. Diese Produkte bieten nach Unternehmensausunft hohe chemische Stabilität, zuverlässige Haftung und Widerstandsfähigkeit gegenüber mechanischen und klimatischen Belastungen. Damit erfüllen sie die Anforderungen von CAM, REACH sowie der maßgeblichen europäischen Norm EN 1279.
Transparenz und umfassenden Dokumentation: Fenzi stellt CAM- und REACH-Erklärungen, Produktzertifizierungen und Umweltproduktdeklarationen (EPD Typ III) bereit, die eine fundierte Bewertung über den gesamten Lebenszyklus hinweg ermöglichen .
Ein weiterer Beleg für diesen Ansatz ist die Silver-Medaille von EcoVadis. Damit gehört das Unternehmen zu den besten 15 % der weltweit bewerteten Firmen im Bereich ESG. Bewertet werden unter anderem Umweltleistung, Arbeitsbedingungen, ethische Unternehmensführung sowie nachhaltige Beschaffung und Lieferkettenmanagement.
Die Verbindung aus Sicherheit, Innovation und Umweltverantwortung bleibt damit ein zentraler Anspruch von Fenzi, mit dem Ziel, dem Markt belastbare Lösungen für aktuelle und zukünftige regulatorische Anforderungen bereitzustellen.
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