Verbundsicherheitsglas (VSG) besteht aus zwei oder mehr Glasscheiben, die durch eine reißfeste elastische Kunststofffolie – meist PVB – dauerhaft miteinander verbunden sind. VSG wird in der Architektur überall dort eingesetzt, wo Sicherheit und Stabilität entscheidend sind, etwa als Absturzsicherung in der Fassade, bei Treppen, Balkonen oder als Überkopfverglasung. Bei der Bearbeitung kommt es auf höchste Präzision, saubere Kanten und verlässliche Prozesse an.
Die Linien systron pro, proHD und proMD eignen sich für die Flachglasbearbeitung, insbesondere auch für beschichtete Gläser und VSG. Zentrales Element dieser Linien ist das patentierte Wasserkissensystem, das stabile Prozesse, hohe Effizienz und reproduzierbare Qualität sicherstellt, so die Auskunft der Entwickler.
Patentiertes Wasserkissen für stabile Prozesse
Das innovative Wasserkissensystem von systron arbeitet komplett ohne mechanische Klemmung. Stattdessen wird das Werkzeug gleichmäßig von einem Wasserfilm umschlossen – ideal für empfindliche Gläser wie beschichtetes sowie laminiertes Glas. Das Besondere dabei ist die vollständig freie Zugänglichkeit des Werkzeugs. Dadurch können Folienreste, Schleifstaub und Glaspartikel direkt nach unten auf den Maschinenboden fallen, von dort unmittelbar in die Wasseraufbereitung gepumpt und zuverlässig entfernt werden.
systron
Im Gegensatz zu teil- oder vollabgedeckten Systemen, bei denen sich Verunreinigungen in den Abdeckungen sammeln und den Prozess stören können, verfolgt systron eine offene Lösung. Das schafft mehr Freiraum im Prozess und sorgt gleichzeitig für eine hohe Stabilität der Bearbeitungsergebnisse, so der Hersteller.
Ein weiterer Praxisvorteil ist der hohe Materialabtrag mit nur einem Umlauf. Gerade bei dickem Float- oder Verbundglas spart dies spürbar Zeit ein. So werden nicht nur Prozesszeiten reduziert, sondern auch Energieverbrauch und Verschleiß verringert.
Wasserstrahlschnitt für komplexe Sonderformen
Die systron proHD und die systron proMDH integrieren zusätzlich eine weitere Schlüsseltechnologie in die VSG-Bearbeitung: den Wasserstrahlschnitt. Dieser wurde speziell für die exakte und automatisierte Bearbeitung von Sonderformen entwickelt. Arbeiten, die bislang manuell und zeitaufwendig durchgeführt werden mussten, können mit diesen Anlagen nun vollautomatisch umgesetzt werden.
Dank der kalten Trenntechnologie des Wasserstrahls entsteht keine thermische oder mechanische Belastung der Gläser oder der PVB-Folie. Der Schnitt erfolgt so fein und sauber, dass keine Nachbearbeitung erforderlich ist. Auch komplexe Geometrien lassen sich so mit hoher Kantenqualität und maximaler Wiederholgenauigkeit fertigen.
Die Technologie ermöglicht exakte Formenschnitte unabhängig von Komplexität oder Geometrie der jeweiligen Scheibe und minimiert gleichzeitig das Risiko von Glasbruch durch thermische Spannungen.
Darüber hinaus sorgen der geringe Verschnitt und die hohe Materialausnutzung für wirtschaftliche Prozesse. Saubere Schnittkanten sowie eine hohe Flexibilität machen den Wasserstrahl insbesondere für individuelle Architekturprojekte interessant.
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