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Pilkington

Brandschutz: Passt hier der Abstandshalter?

Bei der Planung und Ausschreibung von Brandschutzverglasungen liegt der Fokus von Metallbauern, Planern und Architekten meist auf der Glasqualität und der geforderten Feuerwiderstandsklasse. Ein häufig unterschätztes Detail entscheidet jedoch maßgeblich über die reale Energieeffizienz und die visuelle Gesamtqualität des fertigen Elements: der Abstandshalter (Spacer) im Scheibenzwischenraum (SZR).

Gerade beim Einsatz in thermisch getrennten Metallprofilen werden die physikalischen Unterschiede unmittelbar messbar. Der Psi-Wert, der den linearen Wärmedurchgangskoeffizienten und damit die Wärmeleitung am Glaskantenbereich beschreibt, bewegt sich je nach verwendetem Abstandshalter-System zwischen 0,049 und 0,11 W/mK.

Diese vermeintlich kleinen Unterschiede haben konkrete Auswirkungen auf den Gesamtwärmedurchgangskoeffizienten (Uw-Wert) des fertig eingebauten Fensters:

Einsatz eines Standard-Stahlabstandhalters: Uw = 1,68 W/m²K Einsatz eines thermisch optimierten Spacers: Uw = 1,51 W/m²K Daraus ergibt sich eine energetische Differenz von 0,17 W/m²K – ein entscheidender Vorsprung bei der Erfüllung gesetzlicher Energiestandards und Nachhaltigkeitszertifizierungen.

Thermische Entkopplung, inklusive ansprechende Ästhetik

Das eingesetzte, optimierte Spacer-System kombiniert zwei wesentliche Kernvorteile für moderne Bauprojekte. Die Materialkombination aus Edelstahl und Polypropylen sorgt für eine effektive thermische Trennung und minimiert die Entstehung von Kältebrücken am Glasrand („Warme Kante“). Zugleich löst das System ein bekanntes visuelles Problem: Glänzende Metallkanten im SZR stören häufig das minimalistische Design moderner, dunkler Fenster- und Fassadenprofile.

Die tiefschwarze Systemkomponente sorgt für eine harmonierende, reflexionsfreie Optik. Dank der matten Oberflächenstruktur wird einfallendes Licht absorbiert, was Spiegelungen am inneren Glasrand zuverlässig verhindert und eine homogene Gesamtästhetik erzeugt.

Geprüfte Spacer-Systeme für den Metallbau

Für maximale Planungssicherheit basieren alle bereitgestellten Psi-Werte auf messtechnischen Ermittlungen nach den ift-Richtlinien WA-17/1 und WA-08/3. Das liefert Metallbauern eine rechtssichere und verlässliche Basis für die geforderten Energie- und Wärmeschutznachweise. In 2-fach-Aufbauten mit einem Ug-Wert von 1,1 W/m²K lassen sich so bereits mit Standard-Rahmenprofilen sehr gute Gesamtwerte erzielen.

Gerade bei energetischen Sanierungsprojekten oder anspruchsvollen Neubauten – etwa nach KfW-70- oder KfW-55-Vorgaben – wird die Wahl des richtigen Abstandshalters zum strategischen Werkzeug. Sie ermöglicht hochwertige U-Werte, ohne auf teurere, komplexere Profilsysteme ausweichen zu müssen, und eröffnet Architekten durch die prozesssichere thermische Entkopplung neue architektonische Gestaltungsspielräume.

Technische Projektunterstützung und Beratung

Für die exakte Zusammenstellung der verfügbaren Psi-Werte passend zum jeweiligen Rahmenprofil stehen die Pilkington-Techniker direkt zur Verfügung:

Dennis Gresförder: dennis.gresfoerder@nsg.com

Oliver Schmidt: oliver.schmidt@nsg.com

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